Queer Refugees Support Hamburg

Wer wir sind

»Queer Refugees Support Hamburg« ist eine offene Initiativgruppe von queeren Menschen in Hamburg. Sie setzt sich in erster Linie für die Unterstützung von queeren Geflüchteten ein. Andere queere Migrant_innen – seien sie dokumentiert oder undokumentiert – können sich auch gerne an uns wenden. Mit „queer“ meinen wir homosexuelle (lesbische, schwule), bi, trans*, inter*-Menschen bzw. alle, deren sexuelle Orientierung und / oder Genderidentität nicht heteronormativen Vorstellungen entspricht, kurz auch LGBTIQ*.

Die Initiativgruppe ist im September 2015 entstanden und engagiert sich selbstorganisiert. An der Initiativgruppe beteiligen sich weiße und People of Color, Menschen mit unterschiedlichen Pässen sowie cis- und Trans*Menschen. Doch bisher sind weiße cis-Menschen mit deutschen Pässen in der Mehrheit. Wir setzen uns dafür ein, dass sich das ändert.

Ziele

Die Diskriminierung von LGBTIQ*-Lebensformen gehört zum gesellschaftlichen Alltag. Queere Geflüchtete sind einem erhöhten Risiko von Übergriffen und Diskriminierungen aller Art ausgesetzt, sei es auf dem Fluchtweg oder – hier angekommen – in Kontakt mit den zuständigen Behörden und Dolmetscher_innen, im Alltag sowie in den Unterkünften.

Ein zentrales Ziel von Queer Refugees Support ist es, uns mit LGBTIQ* Geflüchteten und Migrant*innen zu vernetzen und gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen.

Wir vermitteln auch Kontakte zu Beratungsstellen und professionellen Hilfsangeboten. Bei Bedarf versuchen wir, Kontakt zu Übersetzer_innen und Dolmetscher_innen herzustellen. Diese sollten mit Begriffen vertraut sein, in denen über queere Lebenswelten gesprochen wird. Da in vielen Ländern das Sprechen über Homo- und Inter*sexualität sowie Trans* nur verachtende Sprache bzw. Worte kennt, ist eine besondere Sensibilisierung der Dolmetscher_innen und Übersetzer_innen im Flucht- und Asylkontext notwendig. Denn eine Anerkennung von Verfolgung aufgrund sexueller
 Orientierung im Herkunftsland kann nur erfolgen, wenn diese – möglichst bereits zu Beginn – im 
Asylverfahren deutlich geäußert, entsprechend übersetzt und schließlich protokolliert wird.

Wir möchten auf vielfältige Weise dazu beitragen, dass sich die Lebenssituation von queeren Personen, haben sie Papiere oder keine, seien sie geflüchtet, migriert oder immer schon hier, deutlich verbessert!

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